Dress for success (2): Maison Common

Minuszahlen im Handel, Reduzierungen, angespannte Stimmung in der Modebranche. Doch es gibt Firmen, die in diesen schwierigen Zeiten gute Umsätze erzielen. Meist sind es Firmen, die mit einem klaren Produkt eine Nische besetzen. Teil 2 unserer Serie von Erfolgsbeispielen auf spielerweekly ist Maison Common.

“Ich mache nur noch Sachen, die ich selbst gut finde” – wer die Designerin Rieke Common kennt, glaubt ihr das sofort. Couturige Schnitte, mit einer unglaublichen Freude an Farben und Mustern – aber immer mit einem Augenzwinkern, so lässt sich ihre Handschrift in wenigen Worten beschreiben. Feminin, mitunter verspielt, aber nie gediegen.

Rieke Common ist ein Vollprofi. Sie hat viele Jahre das Design für Rena Lange verantwortet, ihre Karriere startete sie nach einer Schneiderlehre und einem Modedesign-Studium bei Oscar de la Renta in New York. 2014 übernahm sie das kleine Modeunternehmen Barbara Kessels, das in die Jahre gekommen und ziemlich angestaubt war – sozusagen eine alte “Lady” mit Potenzial – und machte es zu Maison Common.

Das kleinste und feinste Modeunternehmen in Deutschland zu werden, das sich hochwertiger Verarbeitung, besten Materialien und einer großen Detail-Liebe verschrieben hat, ist ihr erklärtes Ziel. Sich den Luxus zu erlauben, in Deutschland zu produzieren, ist Realität.

Eine Realität, die neben ihren deutschen Kunden auch immer mehr internationale Einkäufer schätzen. 180 Kunden zählt Maison Common inzwischen weltweit. Seit zwei Jahren ist die Marke auf dem amerikanischen Markt angetreten, in Paris zeigt sie während der Paris Fashion Week, im Feburar nächsten Jahres zum fünften Mal. Und auf der letzten Premium in Berlin sind viele Einzelhändler über ihren Stand gestoßen, nicht zuletzt dank der pinkfarbenen Flamingos, die es nicht nur als Deko, sondern auch als Iconic-Print in der Kollektion zu ordern gab. Während bei anderen Anbietern auf der Kaiserwerther Straße in Düsseldorf sich die Vertreter die Beine in den Bauch standen, brummte bei Maison Common der Showroom im Sternhaus.

Sicher kommt ihr der aktuelle Trend zu mehr Farbe und Dekoration entgegen. Doch mit der Mischung aus einer femininen, individuellen Handschrift und guten Passformen auch in Größen jenseits der Konfektionsgröße 38 hat Rieke Common eine Nische gefunden, die es ihr dankt. “Wir können uns nicht beschweren. Man muss sich von der Masse unterscheiden”, so Rieke Common. “Ich nehme gerne all die Kunden, die nichts mehr finden, weil sie nicht mehr ganz jung und ganz schlank sind.”

Doch Maison Common wird nicht nur von älteren Kundinnen geliebt. Auch jüngere Frauen schätzen die Hochwertigkeit und Individualität dieses Produkts. Rieke Common ist mit ihrem Label jenseits der Grauzone, und das will sie ganz bewusst. “Man liebt uns oder man hasst uns. Dazwischen geht gar nichts. Denn eines ist klar. Mittelmäßigkeit sucht heute keiner mehr.”

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